Druckschrift 
8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
130
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sten würde erhoben haben, was ein Mensch werden kann,wäre nicht diese in der Hölle geschloffene Heirath! Alles die-ses wollte ich für ein Weib thun, die sich mit meinen ärgstenFeinden verbindet! Und Du, Schurke, warum redetest Dunicht früher?"

Mylord," sagte Varney,eine Thräne von Myladywürde Alles ausgewogen haben, was ich hätte sagen können.Ueberdies erhielt ich die vollständigen Beweise erst diesenMorgen, wo Anton Fester ankam."

Gott sei gepriesen für das Licht, welches er mir verliehenhat so genügend, daß Niemand mein Verfahren übereilt, odermeine Rache ungerechtnennen wird. Und doch, Varney, so jung,so schön, und so falsch? Daraus erklärt sich also ihr Haß ge-gen Dich, meinen treuen Diener, weil Du ihren Plänen ent-gegenstandest, und das Leben ihres Buhlen gefährdetest?"

Nie gab ich ihr eine andere Veranlassung zum Mißfallen,Mylord," versetzte Varney;doch sie wußte, daß meine Rath-schläge ihren Einfluß bei Ew. Herrlichkeit verringerten, unddaß ich stets bereit gewesen, mein Leben gegen Eure Feindein Gefahr zu setzen."

Es ist nur zu klar," sagte Leicester;doch mit welcherWürde ermahnte sie mich, mein Haupt der Gnade der Königindarzubieten, lieber als den Schleier der Falschheit noch einenAugenblick länger zu tragen! Mich dünkt, der Engel derWahrheit selber könnte keine so erhabenen Töne haben. Kannes möglich sein, Varney? kann die Lüge so kühn die Spracheder Wahrheit annehmen? Kann die Schande sich so in dasGewand der Reinheit kleiden? Varney, Du bist von Kind-heit an mein Diener gewesen ich habe Dich hoch erhoben ich kann Dich noch höher heben- Denke für mich! DeinVerstand ist scharfsinnig und verschlagen sollte sie nicht viel-