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ist falsch, falsch wie der Rauch der Hölle! Ehrgeizig mag siesein — leichtsinnig und ungeduldig, — daö ist ein weiblicherFehler; aber falsch gegen mich? nimmermehr! — gib mir denBeweis davon."
„Der Thürsteher Carrol führie sie gestern auf ihre» eige-nen Wunsch dorthin — Lambourne und der Gefangenwärterfanden sie diesen Morgen in aller Frühe noch dort."
„War Tressilian bei ihr?" fragte Leicester hastig.
„Nein, Mylord. Ihr werdet Euch erinnern, daß er vonSir Nicolas Blount arrctirt wurde."
„Wußte Carrol und die andern Leute, wer sie sei?"
„Nein, Mylord; Carrol und der Gefangenwärter hattendie Gräfin nie gesehen, und Lambourne erkannte sie nicht inihrer Verkleidung; doch als er sie zu verhindern suchte, ihreZelle zu verlassen, blieb einer von ihren Handschuhen in sei-nem Besitz, den Ihr wahrscheinlich kennen werdet."
Er reichte ihm den Handschuh, worauf des Grafen Wap-pen gestickt war.
„Ich erkenne ihn," sagte Leicester; „ich habe ihr dieseHandschuhe selber geschenkt. Der andere war noch heute andem Arm, den sie um meinen Nacken schlang."
„Ew. Herrlichkeit mögen sich bei der Dame selber nachder Wahrheit dieser Aussage erkundigen."
„Es ist nicht nöthig," sagte der Graf in großer Qual —„ich sehe ihre Schande zu klar — ich sehe nichts weiter; und
— gütiger Himmel! —für dieses schändliche Weib war ich imBegriff, das Leben so vieler edlen Freunde in Gefahr zu brin-gen — die Grundlage eines gesetzlichen Thrones zu erschüttern
— das Schwert und die Brandfackel durch ein friedliches Landzu tragen — der gnädigen Herrscherin Unrecht zu thun, diemich zu dem machte, was ich bin, und die mich zu dem Höch-
Kcnilworth. III. g