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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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willst du mir, wenn dir dieser dein unwahrscheinlicher Ver-such mißlingt, einen guten und genügenden Grund angeben,warum du ihn unternimmst?"

Treffilian schwieg, und war wieder unschlüssig, weil er sichüberzeugt hielt, daß wenn Emma sich während der gefordertenZeit mit ihrem Gemahl wieder auüsöhnen sollte, er ihr in die-sem Falle den schlimmsten Dienst leisten werde, indem er Eli-sabeth nochmals die ganzen Verhältnisse wieder vorlegte, undzeigte, wie die kluge und weise Fürstin durch falsche Zeugnissehintergangen sei. Diese Schwierigkeit setzte ihn nochmals ingroße Verlegenheit. Er schwieg, schlug die Augen nieder, undals die Königin ihre Frage mit strengem Ausdruck und fun-kelnden Augen wiederholte, sagte er stotternd: cs könne seiner könne es nicht bestimmt sagen, ob er unter gewissen Um-ständen die Gründe erklären könne, wonach er handle.

Nun, bei der Seele König Heinrichs," sagte die Königin,dieß muß entweder vollkommener Wahnsinn, oder Schurkereisein! Du siehst, Raleigh, die dichterische Begeisterung dei-nes Freundes paßt nicht für Unsere Gegewart. Führe ihnhinweg, und befreie Uns von ihm, oder es wird schlimm umihn stehen; denn diese Gedankenflügc eignen sich nur etwa fürden Parnaß, oder für das St. Lukashospital. Aber komm duselber sogleich zurück, sobald er in sicherem Gewahrsam ist.Ich wünschte doch diese Schönheit zu sehen, die eine solcheVerwirrung in dem Gehirn eines weisen Mannes hervorzu-bringen vermochte."

Treffilian versuchte wieder die Königin anzureden, alsRaleigh in Folge der erhaltenen Befehle dazwischen trat, undihn mit Blount's Hülfe aus der Halle führte, wo er bemerkte,daß seine Gegenwart der Sache mehr schade als nütze.

Als sie das Vorzimmer erreicht hatten, bat Raleigh Blount,