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Jetzt hatte sich Treffilian gesammelt, so erstaunt er auchAnfangs über die Lüge gewesen war, die man ihm ungeachtetdes Zeugnisses seiner Sinne hatte aufdringen wollen. Er eiltevorwärts, kniete nieder, und faßte den Saum des königlichenGewandes. „So wahr Ihr eine Christin seid," sagte er, „sowahr Ihr eine gekrönte Königin seid, um unparteiische Gerech-tigkeit unter Euren Unterthanen auszuüben — so wahr Ihrvor der letzten Schranke, wo wir Alle von unfern ThatenRechenschaft oblegen müssen, gehört zu werden hofft, gewährtmir eine kleine Bitte! Entscheidet diese Sache nicht so hastig.Gebt mir nur vierundzwanzig Stunden Zeit, und nach Ver-lauf derselben will ich ein Zeugniß Vorbringen, welches genug-sam beweisen soll, daß diese Zeugnisse, worin angegeben wird,daß diese unglückliche Dame zu Orfordshire krank liege, sofalsch sind wie die Hölle!"
„Laßt meine Schleppe los, Herr!" sagte Elisabeth, dieüber seine Heftigkeit erschrak, obgleich sie zu viel von der Lö-wennatur an sich hatte, um sich zu fürchten; „dieser Kerlmuß verrückt sein — mein Pathe Harringthon muß ihn mitin seinen rasenden Roland bringen! — Und doch liegt etwasSeltsames in der Heftigkeit dieser Forderung. — Rede, Treffi-lian, was wirst Du thun, wenn du nach Verlauf dieser vier-undzwanzig Stunden nicht im Stande bist, eine so feierlichbewiesene Thatsache, wie die Krankheit dieser Dame, zu wider-legen?"
„Ich will meinen Kopf auf den Block legen," antworteteTreffilian.
„Pah!" versetzte die Königin. „Gott's Licht! du redestwie ein Narr. Fällt denn in England je ein Kopf anders, alsnach dem Urtheilspruch des englischen Gesetzes? — Ich fragedich, Mann, — wenn du Verstand hast, mich zu verstehen,