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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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Das ändert die Sache," sagte die Königin, indem siedie Zeugnisse in die Hand nahm und durchlas;laßt Trcssilianvortreten. Herr Trcssilian, Wir nehmen großen Antheilan Eurer Lage, besonders da Ihr diese Emma Robsart, oderVarnep, aufrichtig zu lieben scheint. Obgleich Unsere Machtdurch Gottes Gnade, und vermöge des willigen GehorsamsUnseres liebenden Volkes nicht geringe ist, so gibt es dochDinge, die sie nicht zu beseitigen vermag. Zum Beispiel ver-mögen Wir nicht der Neigung eines eigensinnigen jungenMädchens zu gebieten, oder sie zu veranlassen!, Verstand undGelehrsamkeit mehr zw lieben, als das schöne Wams einesHofmannes; auch können wir nicht der Krankheit gebieten,woran diese Dame leidet, die vermöge einer solchen Unpäßlich-keit nicht im Stande ist, in Unserer Gegenwart zu erscheinen,wie Wir gefordert hatten. Hier sind die Zeugnisse des Arztes,welcher sie behandelt, und des Herrn, in dessen Hause sie sichaufhält."

Mit Erlaubniß Ihrer Majestät," sagte Trcssilian hastig,der bei der Unruhe wegen der Folgen des Betruges wenigstenszum Theil das Versprechen vergaß, welches er Emma Robsartgegeben,die Zeugnisse enthalten nicht die Wahrheit."

Wie, Herr!" rief die Königin,Ihr bezweifelt das Wortdes Grafen von Leicester? Doch Wir wollen Euch anhören.J.n Unserem Audienzzimmer soll der Niedrigste Unserer Unter-thancn gegen den Stolzesten gehört werden, und der Unbe-kannteste gegen den Berühmtesten; daher sollt Ihr die Freiheithaben, zu reden; aber hütet Euch, Etwas zu sagen, was Ihrnicht beweisen könnt- Seht selber diese Zeugnisse an, und sagtfrei heraus, ob Ihr die Wahrheit derselben anfechten könnt,und aus welchen Gründen."

Als die Königin sprach, fiel Trcssilian sein Versprechen ein,