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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
56
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Raleigh wagte nicht, hierauf zu antworten, da er einsah,wie wenig Vortheil es Trcssilian dringen würde, wenn er derKönigin widerspreche; auch wußte er nicht, ob es nicht dasBeste sein wurde, wenn sie vermöge ihrer Macht diese Sacheauf einmal beende, auf die Tressilians Gedanken, wie es ihmschien, mit solcher Hartnäckigkeit gerichtet waren- Währenddiese Betrachtungen durch seinen Kopf gingen, wurde die Thüram untern Ende der Halle geöffnet, und Leicester trat ein,von seinen Vewandten und Anhängern begleitet.

Der Graf war jetzt ganz weiß gekleidet. Seine Schuhewaren von weißem Sammet, seine Strümpfe von weißer Seide,seine Beinkleider von weißem Sammet mit Silberstoff besetzt;sein Wams von Silberstoff, seine Weste von weißem Sammetmit Silber und Samenperlen gestickt; sein Gürtel und dieScheide seines Schwertes von weißem Sammet mit goldenenSchnallen; sein Dolch und Schwert mit goldenen Griffen ver-sehen- Darüber trug er ein weites Gewand von weißer Seidemit einem goldgestickten Besätze, der'einen Fuß breit war.Das Halsband des Hosenbandordens, und das blaue Hosenbandselber um sein Knie vollendeten den Anzug des Grafen vonLeicester, wozu seine schöne Gestalt, seine anmuthigen Be-wegungen, die schöne Proportion seines Körpers und Gesichtesso vortrefflich paßte, daß Alle, die ihn sahen, ihn für denschönsten Mann erklärten, den sie je gesehen. Auch Sufsex unddie übrigen Cavaliere waren reich gekleidet, doch Leicester über-traf sie Alle in Hinsicht des Glanzes und der Anmuth-

Elisabeth empfing ihn mit großer Güte.Wir haben eineHandlung der königlichen Gerechtigkeit auszuüben," sagte sie.Es ist eine Handlung, die Uns als Weib, sowie auch alsMutter und Schützerin des englischen Volkes intereffirt."

Ein unwillkürlicher Schauder überlief Leicester, als er sich