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„Welch' ein Lärmen, welch' gewaltig Drängen?Zurück, Ihr Herren, hütet Eure Glieder!
Ich bin der Pförtner und kein Mann von Stroh,Seht, meine Stimme muß hier Ordnung halten,Und meine Keule schreibt Gesetze vor.
Doch, was bedeutet die Erscheinung hier?
Wer ist die unvergleichliche Gestalt?
Das liebenswürdigste Gesicht, das hierIn diesen Reihen wie ein DiamantErscheint, der hell aus reinem Golde strahlt?Geblendet geb' ich meinen Posten auf:
Hier auf den Knieen reich' ich Dir den Schlüssel.Erhabene, zieh' ein in Freud' und Segen! —Verfluche doS Thor, das sich vor Dir nicht öffnet!"
Elisabeth nahm die Huldigung des riesenhaften Pförtnerssehr gnädig auf, erwiderte seinen Gruß mit einem Kopfnickenund ging durch den von ihm bewachten Thurm, von dessenGipfel kriegerische Musik erschallte, die von andern Musischerenbeantwortet wurde, welche auf verschiedenen Punkten derSchloßmauern und im Park aufgestellt waren-
Bei diesem Spiel der Instrumente, welches wie ein Zau-berwerk, bald ganz nah, bald in weiter Ferne, bald klagend,bald lieblich ertönte, gelangte Elisabeth durch den Galleriethurmund kam auf die lange Brücke, die sich von dort bis zum Mor-timerthurme erstreckte, und fast so hell erleuchtet war, wie amTage, indem man an den Paliffaden zu jeder Seite eine großeMenge von Fackeln angebracht hatte. Hier stiegen die meistenCavaliere ab, schickten ihre Pferde in das benachbarte DorfKenilworth und folgten der Königin zu Fuß, was auch dieHerren thaten, die am Galleriethurme gestanden hatten, umdie Königin zu empfangen.
Bei dieser Gelegenheit, so wie mehrmals während des
Kenilworth. III. 4