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Die Hofdamen, welche neben der Königin ritten, hattenSorge getragen, in ihrem Aeußeren nickt glänzender zu erschei-nen, als ihr Rang es verlangte, so daß ein weniger glänzen-der Sternenkreis die Sonne umgab. Ihre persönlichen Reize,und die Pracht, durch die sie sich ungeachtet der klugen Zurück-haltung nothwendig auszeichneten, stellten sie als die Blütheeines Reiches dar, welches wegen seiner Pracht und Schönheitso berühmt war. Den Hofleuten war kein solcher Zwang auf-gelegt, wie den Damen, und daher war der Glanz ihresAeußern unbeschränkt.
Leicester, welcher wie ein goldenes Götzenbild von Gold-stoff und Juwelen glänzte, ritt zur rechten Hand der Königin,in der Eigenschaft ihres Wirthes und ihres Stallmeisters. Dasschwarze Pferd, welches er ritt, hatte kein einziges weißesHaar am Leibe- Es war einer der berühmtesten Renner inEuropa, und der Graf hatte es zu diesem Zwecke für einegroße Summe gekauft- Das edle Roß war ungeduldig wegendes langsamen Schrittes der Prozession, bog seinen schönenHals, nagte an dem silbernen Gebiß, welches es zurückhielt,und der Schaum seines Mundes besprengte seine schön gebilde-ten Glieder, wie mit Schneeflocken. Der Reiter machte derausgezeichneten Stelle, die er einnahm, und dem stolzen ThiereEhre, welches er ritt; denn kein Mann in England, oder viel-leicht in Europa, war in der Reitkunst und allen dazu gehö-rigen Fertigkeiten geschickter, als Dudlcp. Sein Haupt warunbedeckt, so wie das aller Hofleute in dem Zuge, und dasrothe Fackellicht schien auf seine langen, dunkeln Locken undauf seine edlen Züge, denen selbst die strengste Kritik nur deneinzigen fürstlichen Fehler, wie man ihn nennen könnte, vorzu-werfen vermochte, nämlich, daß seine Stirn etwas zu hochwar. An jenem stolzen Abend zeigten diese Züge die ganze