regte? Tressilian entschloß sich daher, sein Emma gegebenesWort unbedingt zu halten, sowohl, weil er es einmal gege-ben, als auch, weil er immer zu dem Lchlusse kam, wenn erdiese seltsame Unterredung überdachte, daß er cü nicht mitRecht habe verweigern können
Wenigstens war es ihm gelungen, diesem unglücklichenund noch immer geliebten Gegenstände seiner früher» NeigungSchutz zu verschaffen. Emma war nicht mehr in einem fernenund einsamen Hause unter der Obhut von Personen zweifel-haften Rufes, Sie war in dem Schlosse Kcnilworih, in demBereiche des königlichen Hofes, frei von jeder Gefahr derGewaltthätigkeit, und verbunden, bei der ersten Aufforderungvor Elisabeth zu erscheinen.
Während er so die Vortheile und Gefahren gegen einan-der abwog, welche ihr unerwartetes Erscheinen in Kenilwothbegleiteten, wurde Tressilian hastig und ängstlich von Way-land angeredet, der nach dem Ausrufe: „Gott sei Dank, daßich Euer-Gnaden endlich gefunden!" ihm mit großer Vorsichtdie Nachricht zuflüstertc, daß die Dame aus Cumnor Placeeniflohen sei.
„Und sie ist gegenwärtig in diesem Schlosse," sagte Tres-silian; „ich weiß es und habe sie gesehen. — Hat sie auseigener Wahl in meinem Zimmer Zuflucht gesucht?"
„Nein," antwortete Wahland; „doch ich konnte kein an-deres Mittel finden, sie sicher unterzubringen, und war nurzu glücklich, einen Diener aufzufinden, welcher wußte, wo Ihreinguarkiert wäret. Gewiß seid Ihr in angenehmer Gesell-schaft, die Halle ist auf der einen, und die Küche auf derandern Seite!"
„Still, dies ist keine Zeit zum Scherzen," antworteteTressilian finster.