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„Dos weiß ich nur zu gut," sagte der Künstler; „denndiese drei Tage lang ist es mir gewesen, als hätte ich eineSchlinge um den Hals. Die Dame weiß selber nicht, wassie will — sie verweigert Euren Beistand — will nicht, daßman Euren Namen nenne, und ist im Begriff, sich in denSchutz des Grafen von Leicester zu begeben. Ich würde sienimmermehr in Euer Zimmer gebracht haben, hätte sie ge-wußt, daß Ihr der Besitzer desselben seid.
„Ist es möglich?" sagte Treffilia»; „doch vielleicht hofftsie, der Graf werde seinen Einfluß auf seinen schändlichenDienstmann zu ihrer Gunst anwenden."
„Davon weiß ich nichts," sagte Wayland; doch ich glaube,wenn sie sich mit Leicester oder Varncy aussöhnt, so würdees für uns am sichersten sein, aus dem Schlosse Kenilworthzu entfliehen. Es ist meine Absicht, keinen Augenblick längerhier zu bleiben, nachdem ich den Brief an Leicester abgegeben.Seht, hier ist er — aber nein, zum Henker! ich muß ihn indem Hundeloch auf dem Heuboden dort zurückgelaffen haben,wo ich schlafen soll "
„Tod und Teufel!" sagte Tressilian, „Du hast doch nichtdas verloren, was vielleicht tausendmal so viel werth ist, alsein Leben wie das Deinige?"
„Verloren!" antwortete Wapland; das wäre in der Thatein Spaß! Nein, Herr, ich habe ihn sorgfältig mit dem Man-telsack und anderen Gegenständen verwahrt, deren ich bedarf— ich will ihn im Augenblick holen."
„Thue das," sagte Tressilian; „sei treu, und Du sollstbelohnt werden. Doch wenn ich Ursache habe, Argwohn gegenDich zu hegen, so wäre ein todter Hund besser daran als Du."
Wayland verbeugte sich, und ging mit anscheinender Zu-versicht und Munterkeit, in der That aber von der größten