Viertes Kapitel.
Nun lebet wohl, mein Herr, wenn treuer DienstSo schnöden Lohn erhält, koppt unser Schlepptau,Uno lasset durch die bahnenlose FluthBerschied'ne Wege unsre Barken geh'n.
Tressilian ging in den äußern Hof des Schlosses, kaumwissend, was er von seiner letzten seltsamen und höchst uner-warteten Unterredung mit Emma Robsart denken solle, undunschlüssig, ob er recht gethan habe, mit der Vollmacht ihresVaters beauftragt, auf so feierliche Weise sein Wort zu ge-ben, sie aus so viele Stunden ihrer eigenen Leitung zu über-lassen. Doch wie hätte er ihr ihre Bitte abschlagen können, dasie wahrscheinlich nur zu sehr von Varneh abhängig war? Dieswaren die Betrachtungen, wozu er sich natürlich veranlaßt sah.Das Glück ihres Lebens konnte davon abhängen, sie nicht auf'SAeußerste zu treiben, Tressilian war nicht im Stande, sie ausVarneh's Macht zu befreien, da er annahm, daß er sie alsseine Gattin anerkennen werde; welches Recht hatte er also,die Hoffnung auf häuslichen Frieden, die ihr noch bleibenkonnte, zu vernichten, indem er Feindschaft zwischen ihnen er-