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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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haben.Nimmermehr," dachte, sie,will ich mein Wort bre-chen. Lieber will ich mich jedem Verdachte ausseßen-"

Thränen füllten ihre Annen, als sie schweigend vor Tres-silian daftand, der sie mit Kummer und Mitleid ansah undsagte:Ach Emma, Eure 'Augen widersprechen Euren Wor-ten. Diese reden von einem Beschützer, der fähig und bereitist, Euch zu überwachen; doch jene sagen mir, daß Ihr vondem Elenden, an den Ihr Euch angeschloffen habt, verlassenund in's Unglück gestürzt seid."

Sie sah ihn Mit Blicken an, worin sich Zorn mit ihrenThränen mischte, begnügte sich aber damit, das WortElen-der!" mit verächtlicher Betonung zu widerholen.

Ja, der Elende!" sagte Tressilian;denn wäre er etwasBesseres, würdet Ihr wohl hier allein in meinem Zimmersein? Warum wurden keine passenden Vorkehrungen zu Eu-rer ehrenvollen Aufnahme getroffen?"

In Eurem Zimmer?'.' wiederholte Emma;in EuremZimmer? Das soll sogleich von meiner Gegenwart befreitsein " Sie eilte auf die Thürc zu; doch die traurige Erinne-rung ihrer verlassenen Lage drängte sich sogleich ihrem Ge-müthe auf, und auf der Schwelle stillstehend, setzte sie in un-aussprechlich rührendem Tone hinzu:Ach! ich hatte vergessen ich weiß nicht, wohin ich gehen soll "

Ich durchschaue Alles," sagte Tressilian, indem er zuihr eilte, und sie zu dem Sitze zurückführte, auf dem sie nie-dersank.Ihr bedürft des Beistandes Ihr bedürft desSchutzes, obgleich Ihr es nicht gestehen wollt. Nehmt mei-nen Arm an, als den des Bevollmächtigten Eures trefflichen,tief bekümmerten Vaters, am Schloßthore sollt Ihr Elisabethbegegnen, und die erste Thal, die sie in den Hallen von Kenil-worth vollbringt, soll eine Handlung der Gerechtigkeit gegen

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