Druckschrift 
8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
18
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Das Erstaunen der Gräfin war kaum geringer, als das,welches Tresstlian empfand, obgleich von kürzerer Dauer, dafie bereits von Wayland gehört harte, daß er sich im Schlöffebefinde. Sie war bei seinem Eintritte aufgesprungen undstand ihm jetzt gegenüber, indem die Bläffe ihrer Wange inein hohes Roih überging.

Tresstlian," sagte sie endlich,wie kommt Ihr hieher?"

Wie kommt Ihr hieher, Emma?" erwiderte Tresstlian,wenn Ihr nicht endlich den Beistand in Anspruch nehmenwollt, der Euch sogleich zu Theil werden soll, so weit dasHerz und der Arm eines Mannes ihn gewähren kann."

Sie schwieg einen Augenblick und erwiderte dann mehrin kummervollem als ärgerlichem Tone:Ich fordere keinenBeistand, Tresstlian, und es würde mir mehr Schaden alsNutzen bringen, wollte ich von Eurer Güte Gebrauch machen.Glaubt mir, ich bin in der Nähe eines Mannes, den Gesetzund Liebe verpflichten, mich zu beschützen."

So hat Euch der Schurke also die einzige Gerechtigkeitwiderfahren lassen, die in seiner Macht stand," sagte Tressi-lian,und ich sehe also Varney's Gattin vor mir?"

Varney's Gattin!" versetzte sie mit dem Ausdrucke dervollen Verachtung;Herr, mit welchem niedrigen Namenbrandmarkt Ihr die die die" sie stockte, senkteihren Blick und schwieg verwirrt, denn sie bedachte, welcheunheilvolle Folgen daraus entstehen könnten, wenn siedieGräfin von Leicester" hinzugesetzt hätte, denn das warendie Worte, die sich ihr aufgedrängt hatten. Sie würde da-durch das Geheimniß, wovon nach der Versicherung ihresGemahls sein Glück abhängig war, an Tresstlian, an Suffer,a» die Königin und den ganzen versammelten Hof verrathen