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scheinlich, denn die Decke dieses Stockwerks war gewölbt unddie Mauern von ungeheurer Dicke, während der innere Raumdes Zimmers nicht über fünfzehn Fuß im Quadrat betrug.Das Fenster gewährte aber eine angenehme Aussicht auf eineneingeschloffenen Raum, der mit Triumphbögen, Trophäen,Statuen, Fontainen und anderen Monumenten der Baukunstverziert war, durch welche man vom Schlosse zum Garten ging.In dem Zimmer befand sich ein Bett und andere Vorrichtun-gen zur Aufnahme eines Gastes, worauf die Gräfin wenigachtete, da ihre Aufmerksamkeit sogleich durch den Anblick vonSchreibmaterialien auf dem Tische gefesselt wurde, die mannur selten zu jener Zeit in den Schlafzimmern fand. So-gleich fiel ihr der Gedanke ein, an Leicester zu schreiben undversteckt zu bleiben, bis sie Antwort von ihm erhalten habe-
Nachdem der Diener sie in dieses bequeme Zimmer ge-führt hatte, fragte er Wayland höflich, dessen Freigebigkeiter erfahren hatte, ob er ihm noch mit sonst Etwas dienenkönne? Auf einen leisen Wink, daß ihm einige Erfrischungennicht unangenehm sein würden, führte er den Schmied sogleichin die Speisekammer, wo mit gastlicher Verschwendung Spei-sen an alle Die vertheilt wurden, welche sie verlangten.Wayland erhielt sogleich einige leichte Speisen, die er fürden geringen Appetit der Dame geeignet hielt, und versäumtedie Gelegenheit nicht, selber in der Eile ein gutes Mahleinzunehmen. Dann kehrte er in das Zimmer im Thurmezurück, wo er die Gräfin fand, die während der Zeit ihrenBrief an Leicester beendet, und ihn statt des Siegels und sei-denen Fadens mit einer Locke ihres schönen Haares auf solcheWeise zugemacht hatte, die man einen Liebesknoten nennt.
„Guter Freund," sagte sie zu Wayland, „den Gott mirgesendet hat, um mir in der größten Noth beizustehen, ich