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8 (1851) Kenilworth
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unser alter Pförtner solche Waare einläßt; doch sein Gehirnist verwirrt vom Auswendiglernen seiner Rede."

Zwei oder drei Personen standen still, durch die unver-schämte Weise angezogen, in welcher der Diener sich auS-drückte; und Wayland, sowohl für sich, als für die Dame be-sorgt, wendete sich hastig an Einen, der ihm als der höflichsteerschien, drückte ihm ein Stück Geld in die Hand und bat ihn,«inen Ort aussindig zu machen, wo er die Dame für jetztunterbringen könne. Der Mann, mit dem er redete, hatteeinen höheren Rang als die Anderen, tadelte den Bedientenwegen seiner Unhöflichkeit, befahl einem andern, für die Pferdeder Fremden Sorge zu tragen, und bat sie, ihm zu folgen.Die Gräfin behielt Geistesgegenwart genug, um einzuschen,daß es durchaus nöthig sei, ihm zu folgen.

Darauf traten sie in den innern Hof des Schlosses, ver-möge des großen Thorweges, welcher sich zwischen dem Cäsar-thurme und dem stattlichen Gebäude befand, welches den Na-men König Heinrichs Wohnung führte- Dann wurden sie überden innern Hof zu einem kleinen aber starken Thurme geführt,welcher den nordöstlichen Winkel des Gebäudes bildete undan die große Halle stieß. Der untere Theil dieses Thurmeswar von der Dienerschaft Leicesters bewohnt, weil sich dieKüche und die übrigen Wirtschaftsgebäude in der Nähe dessel-ben befanden. Im obern Stockwerk, zu welchem man vermögeeiner schmalen Wendeltreppe gelangte, befand sich ein kleinesZimmer, welches bei der großen Nachfrage nach Wohnungengegenwärtig zur Aufnahme von Gästen eingerichtet war. Früherwar dort eine unglückliche Person gefangen gehalten und er-mordet worden. Die Sage nannte diesen Gefangenen Mervpn,und hatte dem Thurme seinen Namen beigelegt. Daß man esfrüher als ein Gefängniß benutzt hatte, schien nicht unwahr-