jeder Art auch mit den Leuten, die zur Erhöhung der Freudeund des Vergnügens gekommen waren.
Mitten unier dieser stattlichen und geschäftigen Scenehielt Wayland sein Pferd an und blickte die Dame an, alserwarte er Befehle von ihr, was zunächst zu thun sei, nach-dem sie wohlbehalten den Ort ihrer Bestimmung erreicht-Nachdem sie einige Minuten geschwiegen hatte, wagte Way-land sie ausdrücklich um ihre Befehle zu befragen. Sie fuhrmit der Hand über die Stirne, als sei sie bemüht, einenEntschluß zu fassen, während sie ihm mit leiser und unter-drückter Stimme antwortete, wie Jemand, der im Schlafespricht: „Befehle? Ich hätte freilich ein Recht, hier zu be-fehlen; doch wer würde mir gehorchen?"
Dann erhob sie plötzlich ihren Kopf, als habe sie einenentschiedenen Entschluß gefaßt, und redete einen geputzten Be-dienten an, der mit großer Wichtigkeit und Geschäftigkeit überden Hofplatz ging: „Halt, Freund," sagte sie, „ich wünschemit dem Grafen von Leicester zu reden."
„Mit wem, wenn's gefällig ist?" sagte der Mann, er-staunt über dieses Verlangen. Dann sah er den unbedeuten-den Aufzug Derjenigen an, die einen solchen Ton des Befehlsgegen ihn anwendete, und setzte mit Unverschämtheit hinzu:„Ist diese Närrin dem Tollbause entsprungen, die an einemsolchen Tage mit Mylord reden will?"
„Freund," sagte die Gräfin, „seid nicht unverschämt —mein Geschäft bei dem Grafen ist sehr dringend."
„Ihr müßt Euch Jemand anders suchen, um es auszu-richten, und wäre es dreimal so dringend," sagte der Bediente.— „Ich sollte wohl Mylord aus der Nähe der Königin abrufen,um mit Euch zu reden, nicht wahr? — Man würde michmit der Hetzpeitsche dafür belohnen. Es wundert mich, daß