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nicht eben höfliche Einladung ertheilte, konnte er sich in derersten Minute noch nicht denken, daß dieselbe an ihn gerich-tet sei. Die Gardisten machten ihm sogleich Platz, und wäh-rend er seiner Begleiterin rieth, ihr Gesicht sorgfältig mitdem Schleier zu bedecken, ritt er in das Thor und führte ihrPferd am Zügel, doch mit so ängstlichen und niedergeschlage-nen Blicken, daß die Menge, welcher der ihnen gegebene Vor-zug nicht recht gefiel, ihren Einlaß mit lautem Zuruf undHohngclächter begleitete.
So in den Park eingelassen, obgleich nicht mit großerAuszeichnung, ritt Wayland mit seiner Begleiterin weiter,und überdachte, welche Schwierigkeiten sich ihnen jetzt entge-genstellen würden. Au jeder Seite des breiten Baumgangesstand eine lange Reihe Trabanten mit Schwertern und Par-tisanen bewaffnet, in der Livröe des Grafen von Leicester,welche sein Wappenschild, den Bären und den Knotenstab,auf den Armen trugen, Jeder drei Schritte von dem Lindernentfernt, so daß die ganze Linie von dem Eingänge des Parksbis zur Brücke besetzt war. Und als die Dame zuerst dasganze Schloß übersah, dessen stattliche Thürme sich aus einer-langen Linie äußerer Mauern erhob, alle die Zinnen, Thürm-chen, Fahnen, Helmbüsche, und die ganze bunte und prächtigeScene überblickte, da sank ihr der Muth, und auf einenAugenblick fragte sie sich selber, was sie denn Leicester habebieten können, um die Theilnehmerin dieses fürstlichen Glan-zes zu werden? Doch ihr Stolz und ihr edler Geist wider-standen den Einflüsterungen der Verzweiflung.
„Ich habe ihm Alles gegeben, was ein Weib zu gebenhat," sagte sie; „Name und Ruf, Herz und Hand habe ichdem Besitzer all' dieser Pracht am Altar gegeben, und selbstEnglands Königin könnte ihm nicht mehr bieten. Er ist mein