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8 (1851) Kenilworth
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stellen," sagte sie, als er das Zimmer verließ;selbst dieserarme Kerl durchschaut meine Verstellung und kommt meinerFurcht auf den Grund."

Dann versuchte sie dem Rathe ihres Führers zu folgen, undetwas Speise zu sich zu nehmen, war aber genöthigt davon ab-zustehen, denn das Bemühen, auch nur einen einzigen Bissen hin-unterzubringen, verursachte ihr so große Beschwerde, daß sie bei-nahe daran erstickt wäre. Einen Augenblick später zeigten sichdie Pferde vor dem Fenster die Dame stieg auf und fand inder frischen Luft und der Bewegung die Stärkung, welchedieselben oft unter ähnlichen Umständen gewähren.

Es war ein Glück für den Zweck der Gräfin, daß SchmiedWayland, dessen früheres Wanderleben ihn fast mit ganz Eng-land bekannt gemacht hatte, alle Hauptstraßen und Neben-wege in der schönen Grafschaft Warwick kannte; denn so großwar die Volksmenge, die von allen Richtungen auf Kenilworthzuströmte, um den Einzug der Königin in jene glänzendeWohnung ihres ersten Günstlings mit anzusehen, daß die Haupt-straßen im eigentlichsten Sinne gesperrt waren, so daß sie nurauf Nebenwegen ihre Reise fortsetzen konnten.

Das Gedränge und die Verwirrung trugen indeß einenheitern Charakter an sich. Alle kamen, um zu sehen und sichzu freuen, und Alle lachten über unbedeutende Vorfälle, diesie zu anderer Zeit vielleicht zum Aerger gereizt hätten. DieMusikanten spielten zuweilen auf ihren Instrumenten dieBänkelsänger summten für sich ihre Lieder die Possenreißersprangen halb wahnsinnig hin und her und schwangen ihreNarrenkappen die Morristänzcr klingelten mit ihren Schel-len die Bauern pfiffen und stießen ein Freudengeschrei aus die Männer lachten laut und die Mädchen kicherten, wäh-rend mancher plumpe Scherz gleich einem Weberschiff von einer