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8 (1851) Kenilworth
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ich liebe die Laute leidenschaftlich; ich liebe sie vor allenDingen, obgleich ich sie nie gehört."

Wie kannst Du sie denn da lieben, Flibbertigibbet?"fragte Wayland.

Wie die Ritter in den alten Sagen die Damen lieben vom Hörensagen," antwortete Dickte.

So liebe das Lautenspicl noch auf eine kurze Zeit vomHörensagen, bis meine Schwester sich von der Ermüdung ih-rer Reise erholt hat," sagte Wayland, und murmelte dannzwischen den Zähnen:der Teufel hole die Neugierde desBurschen! Ich muß ihn zum Freunde behalten, sonstwürde es mir schlecht ergehen."

Dann rühmte er gegen Magister Holiday seine Talenteals Gaukler, und die seiner Schwester in der Musik. Manforderte einigen Beweis von seiner Geschicklichkeit, den er so-gleich mit großer Vortrefflichkeit gab. Man war sehr erfreutdarüber, daß er sich der Gesellschaft anschloß, und erließ gernseiner Schwester die geforderte Probe. Die neu Angekom-menen wurden eingeladen, die Erfrischungen zu thcilen, wo-mit die Gesellschaft versehen war, und nur mit einiger Schwie-rigkeit gelang es Wayland, mit seiner angeblichen Schwesterwährend, des Mahles allein zu reden, welche Gelegenheit erdazu benutzte, sie zu bitten, für jetzt sowohl ihren Rang, alSauch ihren Kummer zu vergessen, und als das beste Mittel,unerkannt zu bleiben, sich unter die Gesellschaft zu mischen,mit der sie reisen sollte.

Die Gräfin gab die Nothwendigkeit dieser Handlungs-weise zu, und als sie ihre Reise fortsetzten, versuchte sie denRath ihres Führers zu befolgen, indem sie sich an ein Frauen-zimmer in ihrer Nähe wendete und ihr Bedauern anssprach,daß man jene Frau habe zurücklassen müssen.

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