Druckschrift 
8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
206
Einzelbild herunterladen
 

206

halte» wünschte, der sich mit einer gewöhnlichen Reise aufder Landstraße vertrug, zugleich aber auch solche Schnelligkeitin der Bewegung zu vermeiden, welche den Verdacht erregenkönne, daß sie auf der Flucht wären.

In solchem Schritte gelangten sie ans den Gipfel des er-wähnten Hügels, und als sie sich dort umsahen, hatten siedas Vergnügen, die Gesellschaft, die vor ihnen Donningtonverlassen, in dem kleinen Thale oder Grunde ans der andernSeite zu erblicken, wo der Weg von einem Bache durchschnit-ten war, neben welchem sich einige Hütten befanden- Andiesem Orte schien sie Halt gemacht zn haben, weshalb Way-land hoffte, sie erreichen, und sich ihrer Gesellschaft anschlie-ßcn zu können, ehe Varncy sie eiuholcn würde. Er wünschtedies um so mehr, da seine Gefährtin, obgleich sie keine Kla-gen und keine Furcht zn erkennen gab, so todtenblaß wurde,daß er fürchtete, sic möge von ihrem Pferde fallen. Unge-achtet dieser Zeichen mangelnder Kraft, trieb sie ihr Pferd sorasch weiter, daß sic sich unten im Thale mit der Gesellschaftvereinten, ehe Varncy auf dem Gipfel der kleinen Erhöhungerschien, von welchem sie herabgesticgcn waren-

Sic fanden die Gesellschaft, der sie sich anschließcn woll-ten, in großer Unordnung. Die Weiber, mit aufgelöstemHaare und großer Wichtigkeit, eilten in eine von de» Hüttenund kamen daun wieder heraus, während die Männer um-hcrstanden und die Pferde hielten.

Wayland und seine Begleiterin hielten einen Augenblick,wie vor Neugierde, still, und mischten sich dann, ohne zu fra-gen, oder gefragt zn werden, unter die Gruppe, als hättensic schon immer dazu gehört-

Sic hatten »och nicht fünf Minuten dagestandcn, und sichsoviel als möglich zur Seite des Weges gehalten, damit die