Druckschrift 
8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
199
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ISS

dies ist ein hübsches, wohlzugerittencs Pferd und wird Euchschon so weit tragen, bis ich Euch ein anderes verschaffen kann.Dann wollen wir es zurücksenden, damit der rechtmäßige Be-sitzer es wieder erhalte-"

Doch er täuschte sich in seiner Erwartung, und das Schick-sal, welches ihnen anfangs so günstig schien, drohte bald, dengünstigen Umstand in eine Veranlassung zu ihrem Verderbenumznwandcln.

Sie waren noch keine Melle von dem Orte entfernt, wosie den Burschen znrückgelasscn hatten, als sie die Stimmeeines Mannes hinter ihnen hcrrufen hörten:Raub! Raub!Haltet den Dieb!" und ähnliche Ausdrücke, welche Waylandsogleich auf sich bezog.

Wäre ich doch lieber mein Lebenlang barfuß gegangen,"sagte er-,man verfolgt mich und ich bin ein verlorener Mann.Ach, Wayland, Wayland! wie oft sagte Dein Vater, Pferde-fleisch werde Dir den Tod bringen. Wäre ich nur mit Sicher-heit im Gedränge von Smithfield oder Turnballstrcet, so solltensie die Erlaubniß haben, mich so hoch zu hängen, wie derSt. Panlsthnrm, wenn ich mich je wieder mit Cavalieren,Rittern oder Edeldamcn cinlasse."

Während dieser kläglichen Betrachtungen wendete er sichwiederholt um, zu sehen, von wem er verfolgt werde, undwar sehr beruhigt, als er nur einen einzigen Reiter bemerkte,der indeß wohl beritten war und mit solcher Schnelligkeit nach-kam, daß cs nicht möglich war, ihm zu entgehen, selbst wenndie Kräfte der Dame es gestattet hätten, so schnell zn reiten,als das Pferd nur immer hätte galoppiren können.

Es ist offenbar ein gutes Spiel," dachte Wayland,wonur ein Mann auf jeder Seite ist, und jener Kerl sitzt eherwie ein Affe, als wie ein Cavalier auf seinem Pferde. Pah!