Räude, der Spath möge über alle Pferde in den Ställen desschwarzen Bären kommen."
Die Dame versuchte ihren Führer durch die Bemerkungzu beruhigen, daß die Tageshellc sie in den Stand sehen werde,schneller fortzukommen.
„Es ist wahr, gnädige Frau," versetzte er; „dann abersind die Leute auch eher im Stande auf uns zu achten, uudso könnte dies ein schlimmer Anfang unserer Reise sein. Ichwürde mich so wenig darum bekümmert haben, wie um einenFunken, der vom Ambos fliegt, wären wir nur weiter vomFlecke gekommen. Aber so lange ich dieses Berkshire kenne, istes von einer Art boshafter Kobolde bewohnt, welche spät auf-bleiben und frühe aufstehen, aus keiner andern Absicht, alsum sich in anderer Leute Angelegenheiten zu mischen. Ich binschon früher dadurch in Gefahr gerathen. Aber fürchtet nichts,gnädige Frau," setzte er hinzu, „denn bei günstiger Gelegenheitwird der Witz schon eine Salbe für jede Wunde finden."
Die Unruhe ihres Führers machte größer» Eindruck ansdas Gemüth der Gräfin, als der Trost, den er hinzuzufügenfür gut fand. Sie blickte sich ängstlich um, und als sich dieSchatten aus der Landschaft entfernten und die erhöhte Glutdes östlichen Himmels den baldigen Aufgang der Sonne ver-kündete, erwartete sie bei jeder Wendung, daß das erhöhte Lichtsie dem Anblicke ihrer rachsüchtigen Verfolger aussetzen, oderder Fortsetzung ihrer Reise ein gefährliches und unüberwindli-ches Hinderniß entgegenstellen werde. Schmied Wayland be-merkte ihre Unruhe und schritt mit verstellter Fröhlichkeit wei-ter, da es ihm unangenehm war, ihr Veranlassung dazu ge-geben zu haben. Bald sprach er zu dem Pferde wie einMann, der mit der Sprache der Stallknechte vertraut ist,pfiff dann leise für sich abgerissene Stellen aus einem Liede