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damit der Staatsrath sie nicht wegen Verleumdung des Adelsbestrafe."
„Sie thnn wohl, leise zu reden," sagte die Gräfin, „wennsie den ruhmvollen Dndlcy als Mitschuldigen eines solchen elen-den Wichtes nennen, wie Varncy ist. — Wir haben das Thorerreicht. — Ach, Jeannette, ich muß Dir Lebewohl sagen! —Weine nicht, mein gutes Mädchen," sagte sie, indem sie ihrWiderstreben, sich von ihrer treuen Dienerin zu trennen, un-ter einem Scherze zu verbergen suchte, „und wenn wir uns Wie-dersehen, Jeannette, mußt Du jene puritanische Halskrause miteinem offenen Spitzenkragen vertauschen, damit die Leute sehen,daß Du einen schönen Hals hast. Obgleich Du jetzt nur dieDienerin einer unglücklichen und flüchtigen Lady bist, welchezugleich namen- und rühmlos ist, so mußt Du, wenn wir unsWiedersehen, gekleidet sein, wie es sich für die begünstigte Kam-merfrau der ersten Gräfin Englands geziemt."
„Gott gebe, thcure Lady — nicht, daß ich geputzter gehe,sondern, daß wir Beide unsere Mieder über leichteren Herzentragen."
Jetzt war das Schloß des Hintcrthores nach einiger An-strengung vermöge des Hauptschlüssels geöffnet, und die Gräfinsah sich nicht ohne innerlichen Schauder außerhalb der Mauern,welche die bestimmten Befehle ihres Gemahls als die äußersteGrenze ihrer Spaziergänge bezeichnet hatten-
Mit großer Unruhe auf ihre Ankunft wartend, standSchmied Wayland in einiger Entfernung, verborgen hinter ei-ner Hecke, welche die Landstraße begrenzte.
„Ist Alles sicher?" sagte Jcannette ängstlich zu ihm, alser sich ihnen vorsichtig näherte.
„Ja," erwiderte er, „doch ist es mir unmöglich gewesen»ein Pferd für die Dame anzuschaffen. Gilcs Gosling, der feige
Kenilworth. II. IZ