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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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meinen Entschluß, Jcannettc; Du wirst mich nur darin be-stärken. Und um die Wahrheit zu sagen, ich bin entschlos-sen, mein Schicksal auf einmal zu erfahren, und zwar ausdem Munde meines Gemahls. Ihn in Kcnilworth aufznsu-chen, ist der sicherste Weg, meinen Zweck zu erreichen."

Während Jeannette eilig bei sich selber die Schwierigkei-ten der Lage der unglücklichen Dame überlegte, war sic ge-neigt, ihre erste Ansicht zu ändern, und zu denken, daß, dadie Gräfin sich von dem Orte znrückzvg, wohin ihr Gemahlsie gebracht, es ihre erste Pflicht sei, vor ihm zu erscheinenund ihm die Gründe ihrer Handlungsweise auseinander zusehen. Sie wußte, welche Wichtigkeit der Graf auf die Ver-heimlichung seiner Ehe legte, und mußte sich eingcstehen, daßdie Gräfin, wenn sie irgend einen Schritt lhue, dieselbe ohneseine Erlaubniß zur öffentlichen Kunde zu bringen, sic sichin hohem Grade den Unwillen ihres Gemahls zuzichcn werde.Wenn sie sich in das Haus ihres Vaters begebe, ohne ihrenRang cinzugestehen, so würde ihr Nnf eben so sehr dadurchgefährdet werden, und wenn sie ein solches Geständniß mache,so möchte dasselbe eine» unwiderruflichen Bruch mit ihremGemahl veranlassen. Zu Kcnilworth dagegen konnte sic ihreSache selber bei ihrem Gemahl führen, den Jeannctte, ob-gleich sie ihm nicht so sehr traute, wie die Gräfin, nicht fürfähig hielt, der Thcilnehmer der niedrigen und verzweifeltenMittel zu sein, zn welchen seine Diener, aus deren Gewaltdie Dame jcyt entfloh, ihre Zuflucht nahmen, um ihre Kla-gen über die von ihnen erfahrene Behandlung zu ersticken.Im schlimmsten Falle, selbst wenn der Graf ihr Gerechtig-keit und Schutz verweigern sollte, konnte sie noch zn Kenil-worth, wenn sie ihr Unrecht bekannt machen wollte, Tressilianznm Vertheidigcr und die Königin zur Richtcrin haben; denn