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beabsichtige? Da sie nicht sogleich eine Antwort erhielt — dennin ihrer Gemüthsvcrwirrung hatte die Gräfin vielleicht noch garnicht an diesen wichtigen Gegenstand gedacht — sehtc Jeannettehinzu: „Wahrscheinlich zu dem Hause Eures Vaters, wo Ihrder Sicherheit und des Schuhes gewiß seid?"
„Nein, Jeannette," sagte die Dame traurig, „ich verließLidcote Hall mit leichtsinnigem Herzen und ehrenvollem Rufe,und will nicht dorthin zurückkehren, bis ich mit Mylords Er-laubnis' und öffentlicher Anerkennung unserer Ehe, mit allemRange und allen Ehrenbezeugungen, die er mir verliehen hat,in meine Heimath zurückkehre."
„Und wohin wollt Ihr denn, gnädige Frau?" fragteJeannette.
„Nach Kenilworth, Mädchen," sagte die Gräfin mit unbe-fangenem Tone. „Ich will die Festlichkeiten — jene königlichenFestlichkeiten mit ansehen, deren Znrüstung das ganze Landin Bewegung setzt. Mich dünkt, wenn die Königin von Eng-land in den Hallen meines Gemahls bewirihet wird, solltedoch die Gräfin von Leicestcr kein ungeziemender Gast sein."
„Ich bitte Gott, daß Ihr willkommen sein mögct," sagteJeannette hastig.
„Du verkennst meine Lage, Jeannctte," sagte die Gräfinärgerlich, „und vergißt, was Du mir schuldig bist."
„Ich thue keins von Beiden, thcuerste Lady," sagte dasbetrübte Mädchen; „aber habt Ihr vergessen, daß der edleGraf so strenge fordert, Eure Ehe geheim zu halten, damitseine Gunst bei Hofe fortdauern möge? Und glaubt Ihr denn,daß Euer plötzliches Erscheinen in seinem Schlosse zu einersolchen Zeit und in einer solchen Gegenwart ihm angenehmsein werde?"
„Glaubst Du, ich würde ihm Schande bringen," sagte