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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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Sklave," antwortete Varncy mit Bitterkeit,daß es auf gar kei-nen Mord, wie Du cs mit Deinem starren Blicke und Deinerstammelnden Sprache nennst, in dieser Sache abgesehen ist?Sagte man Dir nicht, daß eben nur auf ein Uebelsein, wiedie Weiber es oft aus bloßer Laune bekommen, wenn sie Lusthaben, ihren Morgenanzug am Hellen Mittage zu trage», undauf dem Ruhebette zu liegen, statt ihre häuslichen Geschäfte zuverrichten, abgesehen war? Dieser gelehrte Mann da wird esDir beim Schlüssel zum Schlosse der Weisheit schwören."

»Ich schwöre Dir," sagte Alasco,daß das Elixir, welchesDu in dem Fläschchen hast, dem Leben keine Gefahr bringt. Ichschwöre es bei der unsterblichen, unverwüstlichen Quintessenzdes Goldes, welches alle Stoffe der Natur durchdringt, ob-gleich ihr geheimes Dasein nur von Dem erforscht werdenkann, dem Trismegistos den Schlüssel zur Cabala verleiht."

Ein gewichtiger Schwur," sagte Barncy.Fester, Duwärest ärger als ein Heide, wenn Du ihm nicht glaubtest.Ueberdies glaube mir, der ich nie anders, als bei meinem eige-nen Worte schwöre, daß, wenn Du Dich nicht fügst, auchjedes Fünkchen Hoffnung auf das Freigut dahin ist. Alascowird Dein Zinngeräth unverwandelt lassen, und Du, ehrlicherFester, wirst hier immer nur mein Pächter bleiben."

Ich weiß nicht, meine Herren," sagte Fester,wohin EureAbsichten gehen; doch auf einer Sache muß ich bestehen, nämlich,daß ich auf jeden Fall hier im Hause ein Wesen habe, welchesfür mich betet, und das soll meine Tochter sein. Ich habe sünd-lich gelebt und das Weltliche zu hoch geachtet; doch sle istnoch so unschuldig, wie im Schooße ihrer Mutter, und sie we-nigstens soll ihren Antheil haben an jener glücklichen Stadt,deren Mauern von gediegenem Gold, und deren Grundlagenmit allen möglichen Edelsteinen ausgeschmückt sind."

Kcnilworth. II. 12