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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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weckte in solchem Grade Argwohn, daß seine Tochter Jean-nette, nachdem sie ihn einige Sekunde» lang voll Erstaunenangeblickt hatte, sich plötzlich gefaßt machte, einen raschen Ent-schluß auszuführen. Schnell erhob sie ihr Haupt, nahm eineentschlossene und gebietende Stellung an, trat mit langsamenSchritten zwischen ihren Vater und ihre Gebieterin, nahmden Becher aus seinen Händen und sagte mit leisem aber fe-stem Tone:Vater, ich will meiner edlen Gebieterin denBecher kredenzen, wenn sie cs erlaubt."

Du, mein Kind?" rief Foster lebhaft und ängstlich;nein, mein Kind Du sollst der Lady diesen Dienst nichtleisten."

Und warum nicht? ich bitte Euch," sagte Jeanuette,wenn cs der edlen Dame überhaupt dienlich ist, aus demBecher zu trinken?"

Warum warum?" sagte der Castellan zögernd undbrach dann in Zorn aus, als die leichteste Art den Mangelanderer Gründe zu ersetzenwarum? weil es mein Willeist, einfältiges Mädchen, daß Du es nicht thun sollst Geh'an Dein Abendgebet."

So wahr ich hoffe, noch oft wieder zu beten," versetzteJeanuette,will ich diesen Abend nicht hingehen, ehe ich vonder Sicherheit meiner Gebieterin besser überzeugt bin. Gebtmir die Flasche, Vater!" Bei diesen Worten nahm sie ihmdie Flasche aus der widerstrebenden Hand, während er esgeschehen ließ, als ob sein Gewissen ihn mahnte.Undnun, Vater," fuhr sie fort,was meiner Gebieterin heilsamsein soll, kann mir keinen Nachtheil bringen. Auf EuerWohl, Vater!"

Ohne ein Wort zu reden, stürzte Fester auf sie zu, rißihr das Fläschchen aus der Hand und blieb in größter Verlegen-