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seinem niedrigen Anträge, wenn er wirklich der scinige ist,und vertilge die letzte Erinnerung an ihn!"
Mit diesen Worten zerriß sie Leicesters Brief, und stampftein heftiger Aufregung mit den Füßen darauf, als wollte siedie kleinen Stücke, in die sie denselben verwandelt hatte, bisauf die letzte Spur vernichten.
„Seid Zeugen," sagte Varne», als er sich etwas mehrgefaßt hatte, „sie hat Mylords Brief zerrissen, umlmir dieErfindung des darin enthaltenen Planes zur Last zu legen,als hätte ich meinen Vortheil darin gesucht, obgleich ich nichtsals Mühe und Gefahr davon habe."
„Du lügst, treuloser Sclave!" rief die Gräfin Emma,trotz Jcanncttens Bemühungen, sie zum Schweigen zu bewegen,weil diese wohl voraussah, daß sie ihm durch ihre Heftigkeitnur Waffen liefern würde. „Du lügst!" fuhr sie fort, —„laß mich, Jeannctte! und wäre es das letzte Wort in meinemLeben — er lügt! — Nur seine eigenen schändlichen Absichtenhat er vor Augen und würde sie mir noch offener dargelcgthaben, hätte mir mein Zorn gestattet, noch länger zu schwei-gen, was ihn anfangs ermnthigte, sein niederträchtiges Vor-haben zu enthüllen."
„Gnädige Frau," sagte Varney, der ungeachtet seinerFrechheit in einiger Verlegenheit war, „ich bitte Euch zu glau-ben, daß Ihr im Jrrthume seid."
„Eher wollte ich glauben, daß das Licht zur Finstcrniß ge-worden sei. Habe ich etwa ans dem Strome der Vergessenheitgetrunken? Erinnere ich mich nicht schon früherer Liebesan-träge, die, wenn Leicestcr sie erfahren hätte, Dich an denGalgen gebracht haben würden, anstatt zu der Ehre seinesvertrauten Umganges? —Ich wollte, ich wäre nur auf fünfMinuten ein Mann! Dieser kurze Zeitraum würde hinrcichcn,