Druckschrift 
8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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Was, im Namen des Teufels, habt Ihr gethan?"sagte Fester zu seinem Freunde.

Wer, ich? nichts," antwortete Varney mit gesenktemKopfe und mürrischem Ausdrucke;ich habe ihr nur die Be-fehle ihres Herrn mitgetheilt; wenn die Dame denselben nichtgehorchen will, so wird sie sich wahrscheinlich besser deshalbzu verantworten wissen, als ich zu thnn im Stande bin."

Nun, beim Himmel! Jeannctte," sagte die Gräfin,derfalsche Vcrräthcr lügt! Er muß nothwendig lügen, denn waser sagt gereicht zur Schande meines edlen Herrn er mußnothwendig zwiefach lügen, denn er sucht eigene Zwecke zuerreichen, die gleich abscheulich und unerreichbar sind."

Ihr habt mich mißverstanden, Mylady," erwiderteVarney mit einer Art von mürrischer Unterwürfigkeit undEntschuldigung;laßt die Sache ruhen, bis Eure Leidenschaftsich gelegt hat, dann will ich Euch Alles erklären."

Du sollst nimmer die Gelegenheit dazu haben," sagte dieGräfin.Sieh' ihn an, Jeannette. Er ist schön gekleidet,hat das Ansehen eines Edelmannes und kommt hicher mich zuüberreden, es sei Mylvcds Wunsch oder vielmehr meinesGemahls Befehl, mich in seiner Begleitung nach Kenilworthzu begeben, um vor der Königin und den Edlen des Landesja selbst in Gegenwart meines eigenen mir angetrauten Ge-mahls, ihn ihn dort den Kleider- und Schuhputzerihn, ihn, Mylords Lakaien, als meinen Herrn und ehelichenGemahl anzuerkennen. Großer Gott! wenn ich später meineRechte und meinen Rang geltend machen wollte, so würdeich ja durch solche entehrende Handlung gegen mich selber dieWaffen liefern, die meine Rechte bis auf die Wurzel vertilgenund mich meiner Stellung unter Englands edelsten Frauenauf immerdar unwürdig machen würden."