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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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Schwanenhals ans den von ängstlicher Erwarinng gehobenenBusen hcrabwallten.

Varney trat in derselben Kleidung in's Zimmer, in wel-cher er am vorige» Tage seinen Gebieter an den Hof begleitethatte. Der Glanz derselben bildete einen seltsamen Contrastzu der Unordnung, in die sein Anzug durch den nächtlichen Rittund die schmutzigen Wege gerathcn war- Seine Gesichtszügetrugen das Gepräge ängstlicher Eile, wie man sie bei Leutenzu bemerken pflegt, die eine Botschaft zu übcrbringen haben,wofür sie eine unfreundliche Aufnahme fürchten, und dennochvon der Nothwcndigkcit, dieselbe mitznthcilen, überzeugt sind.Sein Anblick erfüllte die Gräfin mit großer Angst und sie riefihm entgegen:Ihr bringt Nachrichten von Mylord, HerrVarney? Gerechter Himmel, ist er krank?"

Dem Himmel sei Dank, nein, Madame," sagte Varney,faßt Euch und erlaubt mir Athcm zu schöpfen, ehe ich mei-nen Auftrag ausrichte."

Athcm schöpfen, Herr?" versetzte die Dame ungeduldig,ich kenne Eure Theatcrkünste. Da Euer Athen, ausgereichthat, Euch hieher zu bringen, so wird er auch ausrcichen, mirwenigstens der Hauptsache nach Euren Auftrag mitzutheilen-"

Gnädige Frau," antwortete Varney,wir sind nicht al-lein, und Mylords Botschaft ist nur für Euer Ohr bestimmt "

Entfernt Euch, Jeannette und Herr Foster," sagte die Dame,aber bleibt im nächste» Zimmer, so daß ich Euch rufen kann."

Foster und seine Tochter zogen sich auf Befehl der Gräfinin das anstoßende Zimmer zurück. Die Thüre, welche vomSchlafzimmer dorthin führte, wurde nun sorgfältig verschlossenund verriegelt, und Vater und Tochter harrten in angstvollerErwartung, der Erstere mit finstern, argwöhnischen Blicken,Jeannettc aber mit gefalteten Händen und einem Ansdrucke, der