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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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sicht ihrer Rathschläge in Staatsangelegenheiten bcurtheilt,während Leicesters Glück von allen jene» Quellen des Eigen-sinnes und der Laune abhing, wodurch die Gunst eines Lieb-habers bei seiner Geliebten entweder gehindert oder gefördertwird. So war auch sie als Geliebte beständig besorgt, siemöchte ihrer Wurde, oder ihrem Ansehen als Königin Etwasvergeben, wenn sie sich den Neigungen des Weibes überließ»Leiccster war von den Schwierigkeiten, die seine Macht umga-ben, vollkommen überzeugt, so daß er sich sehnsuchtsvoll nachMitteln umsah, sich in seiner schwankenden Lage zu erhalten,oder auch mit Sicherheit herabzusteigc»; doch zu Beiden saher wenig Hoffnung. In solchen Augenblicken weilten seineGedanke» bei seiner geheimen Vermählung und deren Folgen,und erbittert gegen sich selbst, wenn auch nicht gegen seineunglückliche Gattin, schrieb er jetzt jenem allzuraschcn, in derHeftigkeit seiner unbesonnenen Leidenschaft gcthanen Schritt,wie er ihn jetzt nannte, sowohl die Unmöglichkeit zn, seinerMacht eine sichere Grundlage zu geben, als auch die Aussichtauf seinen nahen Sturz.

Man sagt," dachte er in solchen ängstlichen und reue-vollen Augenblicken bei sich sesbcr,ich werde mich mit Elisa-beth vermählen und König von England werden. Alles istmir günstig. Die Heirath wird in Balladen besungen, wäh-rend der Pöbel die Mützen in die Luft wirft in den Schu-len wird sie erwähnt im Audienzsaale davon geflüstertvon den Kanzeln empfohlen in den calvinistischen Kirchenim Auslände durch Gebete erfleht ja von Staatsmännernim Ratbe erwähnt. Diese kühnen Andeutungen sind wederdurch Verweise, noch Unwillen, noch auch durch ihre gewöhn-liche weibliche Betheuernng, daß sie als jungfräuliche Königinleben und sterben wolle, von Elisabeth abgelehnt worden