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Souveraine — kurz, er schien das andere Ich der stolzenElisabeth zu sein, die, wie man jetzt allgemein glaubte, nurdie günstige Zeit und Gelegenheit erwartete, ihn durch eineVermählung ihre souveraiue Macht thcilen zu lassen.
Von einer solchen Fülle tes Glücks überströmt, war in-deß der Liebling des Schicksals und der königlichen Gunstwahrscheinlich der unglücklichste Mann in dem ganzen Reiche,welches ihm zu Füßen lag. Gleich einem Feenkönige, warer über seine Freunde und Anhänger erhaben und sah Vie-les, was ihr Auge nicht erreichen konnte. Der Charakterseiner Gebieterin war ihm genau bekannt. Aber diese Be-kanntschaft mit ihren Launen, sowie ihren edlen Eigenschaf-ten, verbunden mit seinem ungemeinen Scharfsinne und sei-nem ausgezeichneten Aeußeren, halte ihn in ihrer Gunst sohoch gehoben; und gerade diese genaue Kenntniß ihres Cha-rakters war es auch, die ihn fast in jedem Augenblicke eineplötzliche vernichtende Ungnade fürchten ließ. Leicestcr glicheinem Piloten, dem seine Seekarte zwar alle einzelnen Punkteseiner Seefahrt bezeichnet, dabei aber so viele Untiefen, Klip-pen und Felsenriffe andeutet, daß sein ängstliches Auge durchdie Wahrnehmung derselben fast nichts gewinnt, als dieUcberzeugung, daß nur ein Wunder ihn aus der Gefahr er-retten kann.
Elisabeths wandelbarer Sinn war, wie Leicestcr wohlwußte, hauptsächlich Denen furchtbar, die mit der Huld derKönigin beehrt wurden und dieselbe mehr ihrer Persönlichkeitals den Diensten verdankten, die sie dem Reiche und der Kronezu leisten vermochten. So war die Gunst, in der Burlcighund Walsingham standen, nicht so in die Augen fallend, wiedie, welche Leicestcr so hoch gehoben hatte. Diese großen undweisen Staatsmänner wurden von der Königin allein in Rück-