Waylands Abreise. Der ehrliche Gaftwirth sah so viel Ge-fahr darin, die Wege von Graf Leiccster's Günstling zu durch-kreuzen, daß seine Tugend kaum im Stande war, ihn beidiesem Geschäft aufrecht zu erhalten, und es war ihm sehrlieb, als cs schien, daß er desselben wurde enthoben werden-Doch erklärte er sich willig und bereit, im Falle der NothHerrn Tresstlian, oder dessen Boten jeden Dienst zu leisten,der sich mit seinem Berufe als Gastwirth vertrage.
Neuntes Kapitel.
Unbänd'ger Ehrgnz, der sich ÜberschlägeUnd rücklings »iederstürzt.
Macbeth.
Der Glanz der bevorstehenden Festlichkeiten zu Kenil-worth war jetzt in ganz England ein Gegenstand der Unter-haltung, und von nah und fern wurde Alles herbeigeschafft,was die Fröhlichkeit und die Pracht des vorbereiteten Em-pfanges der Königin in der Wohnung ihres ausgezeichnet-sten Gnustliiigs erhöhen konnte — Inzwischen schien Lei-cester täglich in der Gunst der Königin zu steigen. ImStaatsrathc war er beständig an ihrer Seite, gern hörte sieihm zu in den Stunden der Erholung und behandelte ihnmit einem an Vertraulichkeit grenzenden Wohlwollen. Alle,die bei Hofe Etwas zu suchen hatten, blickten zn ihm auf— fremde Minister buhlten um seine Gunst unter den schmei-chelhaftesten Versicherungen der Achtung von Seiten ihrer