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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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Ja, das will ich, alter Hexenmeister das will ich, Dualter Rattenqiftvcrkäufer ich möchte Dich küssen, wenn Dunicht so verdammt nach Schwefel und dem verteufelten Apo-thckerzenge stänkest. Nun gnt, es gilt auf's Wohl vonVarney und Lcicester, zwei hochfliegender, tiefblickender,heimtückischer, ehrgeiziger Böscwichter ich sage nichts weiter,aber ich will meinen Dolch auf dem Brustbein dessen wetzen,der mir nicht Bescheid thut! Und so, meine Herren"

Mit diesen Worten stürzte Lambournc den ihm von demAstrologen gereichten Becher hinunter, der aber keinen Wein,sondern starken Spiritus enthielt. Er stieß einen Hellen Fluchaus, ließ den leeren Becher fallen, versuchte mit kraftloserHand sein Schwert zu ziehen, taumelte, und fiel den beidenDienern bewußtlos in die Arme, die ihn ans sein Zimmertrugen und zu Bette legten.

Bei der allgemeinen Verwirrung erreichte Jcannette un-bemerkt das Zimmer ihrer Gebieterin. Sie zitterte wie Espen-laub, war aber entschlossen, der Gräfin den schrecklichen Arg-wohn zn verbergen, den die unbesonnenen Reden des betrunke-nen Lambonrne in ihr erweckt hatten. Obgleich sie nicht wußte,wohin sie ihre Furcht wenden sollte, so hielt dieselbe doch denWarnungen des Hausirers gleichen Schritt, und sie bestärkte ihreGebieterin in dem Vorsatze, die ihr empfohlene Arznei zn ge-brauchen, wovon sie ihr sonst wahrscheinlich würde adgerathenhaben. Ebenso wenig waren Lambourne's Reden WaylandsOhren entgangen, der sie noch viel besser zn deuten wußte.Er empfand großes Mitlciden, ein so liebenswürdiges Wesen,wie die Gräfin, die er früher im Schooßc des Hans ichenGlückes angetroffcn, nnn als die Beute einer solchen Bandevon Schurken zu sehen. Auch waren seine Leidenschaften sehrerregt» als er die Stimme seines alten Herrn vernahm, den