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lernte von dem Schurken Varney, mich davor in Acht zunehmen."
„So bringt ihm doch Wein im Namen aller Teufel!"sagte der Alchymist.
„Aha! und Du willst ihn für mich würzen, Du alte ehr-liche Haut, nicht wahr? Ja, Grünspabn, Nießwurz, Vitriol,Scheidewaffer und zwanzig andere Höllendinge sollten in mei-nem Gehirn kochen, wie das Zaubcrmittel im Hexenkessel, umden Teufel heraufzubeschwören. Nein, nein, reiche mir die Flascheselber, alter Tony Feuerbrand — aber kallen Wein — ichwill keinen, der bei dem Scheiterhaufen der alten verbranntenBischöfe geglüht ist. Aber halt — laßt Leicester König sein
— gut — und Varney, den schändlichen Varney Großvezier
— ei vortrefflich — und was soll ich dann sein? — NunKaiser — Kaiser Lambourne! — Ich will diesen Ausbundvon Schönheit sehen, den sie hier zu ihrem Privatvergnügenim Käfig halten. — Sie soll mir noch diesen Abend denWeinbecher reichen, und mir die Nacktmütze aufsetzcn. Wasthut ein Mann mit zwei Weibern, und wäre er zwanzig Malein Graf? — Beantworte mir das, Tony, mein Junge, Duverdammter heuchlerischer Hund, den Gott aus dem Buchedes Lebens strich, und mit dem beständigen Wunsche peinigt,wieder eingeschrieben zu werden, — Du alte Bischvfsfackel,gotteslästerlicher Fanatiker, gib mir Antwort!"
„Ick will ihm mein Messer bis an'S Heft in den Leibstoßen," sprach Foster in leisem, vor Zorn bebendem Tone.
„Um des Himmels Willen, keine Gnvaltthätigkeit!" riefder Astrolog. „Es muß dergleichen auf's Geheimste behan-delt werden. — Hier, ehrlicher Lambourne, willst Du mirauf die Gesundheit des edlen Grafen von Leicester und desHerrn Richard Varney Bescheid thun?"
Kenilworth. II. lo