Druckschrift 
8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
143
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und sagte:Ungeachtet Deiner gerühmten Ehrlichkeit, Freund,und obgleich ich mich nicht darauf verstehe, solche Schristzügezu enträthseln, wie Du mir da vorlegst, so glaube ich dochin Deinem Gesichte Etwas von einem Hausircr und einemSchelm zu lesen."

Genau genommen, magst Du wohl Recht haben," sagteSchmied Wayland lachend.Aber höre diesen Abend noch,oder morgen früh wird ein alter Mann mit Deinem Vaterhicherkommen, der den schleichenden Gang der Katze, den ver-schlagenen heimtückischen Blick der Ratte, das einscPneichelndeWesen des Wachtelhundes und den entschlossenen Angriff desBullenbeißers hat vor diesem nimm Dich in Acht, um Dei-ner und Deiner Gebieterin willen. Sieh, schöne Jeannctte, erverbirgt das Gift der Natter unter der scheinbaren Unschuldder Taube- Welches Unheil er gegen Euch vorhat, kann ich frei-lich nicht crrathen; doch Tod und Verderben sind ihm'noch im-mer auf dem Fuße gefolgt. Sage nichts davon zu Deiner Gebie-terin meine Kunst lehrt mich, daß in diesem Falle die Furchtvor dem Uebel eben so gefährlich werden kann, als wenn eswirklich eintritt. Aber sieh darauf, daß sie mein Mittelanwendet" hier dämpfte er seine Stimme und sagte ihrleise aber nachdrücklich in's Ohres ist ein Gegengift.Aber horch, man kommt in den Garten."

Wirklich hörte man auch in der Nähe des Gartenthoreslautes Reden und lärmende Fröhlichkeit. Dadurch erschreckt,sprang Wayland plötzlich in ein dichtes Gebüsch, währendJeannette in das Gartenhaus eilte, um nicht die Aufmerksamkeitauf sich zu ziehen und wenigstens für den Augenblick die vondem vorgeblichen Hausircr gekauften Sachen zu verbergen, dienoch zum Theil zerstreut in dem Sommerhause umherlagen.

Jeannette hatte indcß keine Ursache, besorgt zu sein. Ihr