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8 (1851) Kenilworth
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und Größe ihres Gemahls, durch einen voreiligen Versuch siezu theilen, auch nur im Geringsten zu vermindern."

Es liegt etwas Wahres in dem, was Du sagst," ent-gegnete Leiccster,überdies wäre ihr Erscheinen hier gefähr-lich doch sie muß sich in Kenilworth scheu lassen, Elisa-beth wird nicht vergessen, daß sie es so bestimmt hat."

Diesen schweren Punkt muß ich noch näher bedenken,"sagte Varney;ich bin mit dem Plane noch nicht fertig, andem ich schmiede, welcher gewiß die Königin zufrieden stellenund der verehrten Lady gefallen wird; doch wollen wir fürjetzt das Geheimniß ruhen lassen. Hat Eure Herrlichkeit nochsonst Etwas zu befehlen?"

Ich wünsche allein zu sein," sagte Leicester.Verlaßmich, und stelle das stählerne Kästchen auf den Tisch. Bleibaber in der Nähe, damit ich Dich rufen kann."

Varney entfernte sich. Der Graf öffnete ein Fensterund blickte lange und unruhig ans das schimmernde Heer vonSternen hinaus, welches klar und hell am Sommerhimmelfunkelte. Unwillkürlich entfuhren ihm die Worte:Noch niebedurfte ich mehr der Gunst der Himmelskörper, denn meinErdenpfad ist dunkel und verworren."

Es ist bekannt, daß jenes Zeitalter großes Vertrauen aufdie eitlen Prophezeihungcn der Sterndeuter setzte, und ob-gleich Leicester von dem gewöhnlichen Aberglauben frei war,so stand er doch in dieser Hinsicht nicht über seinem Zeitalter,sondern zeichnete sich im Gegentheil darin aus, daß er denJüngern dieser Wissenschaft Schutz verlieh. So allgemeinauch der Wunsch in die Zukunft zu blicken bei jeder Men-schenklasse ist, so ist sic doch besonders Denen eigen, die sichmit Staatsgeheimnissen und den gefährlichen Jntriguen undCabalen der Höfe beschäftigen.