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Mit der größten Vorsicht steckte Leicester den Schlüsselin das stählerne Kästchen, nm zu sehen, ob es auch vielleichtgeöffnet, oder das Schloß berührt worden sei, und nahm zu-erst eine Rolle Goldstücke, die er in eine seidene Börse steckte,dann eine Pergamentrolle heraus, die mit planetarischen Zei-chen, Linien und Berechnungen bezeichnet war und blickte ei-nige Augenblicke mit großer Aufmerksamkeit darauf hin-Dann nahm er einen großen Schlüssel, hob einen Vorhangauf und öffnete im Winkel des Zimmers eine kleine verbor-gene Thür, die zu einer schmalen Treppe führte, welche inder Dicke der Mauer angebracht war.
„Alasco!" rief der Graf, doch nicht, lauter als nöthigwar, um von dem Bewohner des Thürmchcns, zu welchemdie Treppe führte, gehört zu werden, „Alasco, komm herab!"
„Ich komme, Mylord," antwortete eine Stimme von oben.Der Fußtritt eines bejahrten Mannes wurde gehört, wie erlangsam die schmale Treppe hcrabstieg, und Alasco trat in dasZimmer des Grafen. Der Astrolog war ein kleiner Mann undschien hochbetagt, denn sein Bart war lang und weiß undstoß über sein schwarzes Wams bis auf den seidenen Gürtelherab. Sein Haar war von derselben ehrwürdigen Farbe;doch seine Angenbraunen waren eben so schwarz, wie seinelebhaften durchdringenden Angen, welche sie beschatteten, unddiese Eigenthümlichkcit verlieh den Gesichtszügcn des altenMannes einen widerlichen und seltsamen Ausdruck. SeineWangen waren noch frisch und roth, und die Augen glichenan Schärfe und Wildheit denen einer Ratte. Sein Beneh-men war nicht ohne eine gewisse Würde, und der Sterndeu-ter schien, obgleich ehrerbietig, dennoch nicht den geringstenZwang zn fühlen und nahm sogar einen belehrenden und ge-bietenden Ton gegen den ersten Günstling der Königin an.