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sie nicht eine königliche Jungfrau erhören? — Laßt sehen,wie lautete doch der Vers:
Ger» möcht' ich klimmen, doch ich furcht' den Fall,
Könnte man nicht, in Ermangelung eines bessern, als Ant-wort hinznsetzen:
Fehlt Dir der Muth, so klimm' nicht überall.-^
Die Hofdame stieß einen Ausruf der Freude und desEntzückens ans über einen so glücklichen Schluß, und gewißhat schoil mancher schlechtere Vers Beifall gefunden, selbstwenn er von einem weniger ausgezeichneten Verfasser kam.
Auf diese Weise ermnthigt zog die Königin einen Dia-mantring vom Finger und sagte: „Wir wollen dem galantenHerrn eine Ursache zur Verwunderung geben, wenn er seinCouplet ohne sein Zuthun vollendet sicht." Darauf schriebsie ihren eigenen Vers unter den des Raleigh.
Die Königin verließ den Pavillon mit langsamen Schrit-ten, und als sie sich umblicktc, sah sie den jungen Cavalicrpfeilschnell an den Ort hineilen, wo er die Damen hatte ver-weilen sehen. Sic blieb stehen, nm zu beobachten, ob er indie Falle ging, und zog sich dann mit Lady Paget, über denVorfall lachend, langsam in den Palast zurück. Elisabeth ge-bot der Lady Paget gegen Niemand zu erwähnen, daß sie demjungen Dichter einen solchen Dienst geleistet, und Lady Pagetversprach die strengste Verschwiegenheit. Doch ist zu vermuthen,daß sie sich vorbehielt zu Gunsten Leicesters eine Ausnahmezu machen, denn sie thcilte ihm augenblicklich den Vorfallmit, der durchaus nicht geeignet war ihm Freude zu machen.
Indessen schlich Raleigh an das Fenster zurück und lasmit hohem Entzücken die ihm von der Königin selber gegebeneAufmunterung, seine ehrgeizige Laufbahn zu verfolgen und