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Unserer Jagd Thcil zu nehmen," antwortete die Königin;„und doch, wenn ich an Euer Wappen denke, mit dem Bärenund dem Knotcnstabe, so glaube ich, Wir hätten besser gethan,einen weniger parteiischen Redner in die Schranken zu rufen."
„Nein, auf mein Wort, gnädigste Königin," sagte derGraf, „wenn auch mein Bruder Ambrosius von Warwick undich das alle Wappen führen, welches Ihre Majestät zu erwäh-nen geruhen, so wünsche ich doch von allen Seiten ehrlichesSpiel. Was die Schauspieler betrifft, so muß ich sagen, daßes witzige Schelme sind, deren Späße und närrische Einfälledas Volk abhalten, sich um Staatsangelegenheiten zu beküm-mern, hochvcrrätherischen Einflüsterungen das Ohr zu leihenund eitlen Gerüchten und bösem Rathe Gehör zu geben. Wennsie die Darstellungen Marlow's, Shakspeare's und andererSchauspieler mit offenem Maule angaffen und sie ihre wun-derlichen Complotte ausspinnen sehen, so wird dadurch derGeist der Zuschauer von der Handlungsweise ihres Monarchenabgezogen."
„Wir wollen aber nicht, daß die Augen Unserer Unter-thancn von der Betrachtung Unserer Handlungsweisen abge-zogen werden," antwortete Elisabeth; „denn je genauer sieuntersucht wird, um so klarer müssen die wahren Beweg-gründe Unserer Handlungen hervortreten."
„Bei alledem habe ich gehört, gnädigste Frau," sagte derDechant von St. Asaph, ein eifriger Puritaner, „daß dieseSchauspieler bei ihren Vorstellungen nicht nur gemeine, unsitt-liche Reden führen, die zur Sünde und Ausschweifung verlocken,sondern, daß sic auch über die Regierung, den Ursprung undZweck derselben Bemerkungen machen, die bei den UntcrthanenUnzufriedenheit erregen und die feste Grundlage der bürgerlichenGesellschaft erschüttern. Daher scheint es, mit Ihrer Majestät