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in der That schon beseht; bei Leiccsters Annäherung aber ent-stand eine Pause, als erwarte man eine Aendcrnng unter derSchiffsgesellschaft. Die Miene der Königin verriet!) Verdruß,als sie in dem kalten Tone, unter welchem Höhere ihre innereGcmüthsbewegnng zu verbergen suchen, wenn sle mit Leutenreden, in deren Augen sie den Ausdruck derselben für herab-würdigend halten, zu Leicester sagte: „Wir haben gewartet,Mylord von Leicester."
„Gnädigste Frau und Gebieterin," versetzte Leicester, „Ihr,die Ihr so manche Schwächen verzeiht, die Euer eignes Herznicht kennt, werdet jenen Gemüthsbcwegungen, die für denAugenblick Geist und Körper ergreifen mögen, Euer Mitleidnicht versagen. — Ich trat heute als angeklagter Unterthanvoll bangen Zweifels vor Euer Angesicht; Eure Gnade durch-drang die Wolken der Verleumdung und gab mir meine Ehre,und was mir noch theurer ist, Eure Huld wieder. — Ist esein Wunder, daß mein Stallmeister mich unglücklicherweise ineinem Zustande fand, der mir kaum gestattete, die nöthigenAnstrengungen zu machen, ihm hiehcr zu folgen, wo ein ein-ziger, obgleich ungnädiger Blick die Macht hatte, mich plötzlichzu heilen?"
„Wie?" rief Elisabeth hastig, indem sie Varncy anblickte,„war Euer Lord unwohl?"
„Er hatte einen Anfall von Ohnmacht," antwortete Var-ncy mit seiner gewohnten Geistesgegenwart, „wie Ihre Ma-jestät ans seinem gegenwärtigen Aussehen schließen können.Mylords Eile gestattete mir nicht einmal, feine Kleider inOrdnung zu bringen."
„Es hat nichts zu bedeuten," sagte Elisabeth, indem sledas edle Gesicht und die schöne Gestalt Leiccsters anblickte, dieselbst die Mischung von Leidenschaften, welche ihn so eben noch