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„Dankt's, wem Ihr wollt, Mylord," entgegnete Varney,„macht nur, daß Ihr an's Ufer kommt; die Königin ist schonan Bord und fragt nach Euch."
„Geh' und sag' ihr, ich sei plötzlich unwohl geworden,"antwortete Leiccster; „Himmel und Hölle! Mein Gehirn hältcs nicht länger aus."
„Ich werde es ansrichten," versetzte Barncy mit bitteremLächeln, „denn Euer Platz und der für mich in der königlichenBarke bestimmte ist bereits beseht. Ihr neues SchooskindWalter Raleigh und unser alter Bekannter Tressilian wurdengerade, als ich forteilte, um Euch aufzusuchcn, herbeigerufenunsere Plätze einznnehmcn."
„Du bist ein Teufel, Varney," sagte Lcicester hastig; „dochfür jetzt erkenne ich Dir die Meisterschaft zu und folge Dir."
Barncy antwortete nicht, sondern nahm den Weg aus demPalaste dem Ufer zu, wohinihm sein Gebieter gleichsam mechanischfolgte, bis er endlich sich umsehcnd in einem Tone sagte, der anVertraulichkeit, wenn nicht gar an Autorität grenzte: „Was istdas, Mylord? — Euer Mantel hängt auf der einen Schul-ter — Eure Knieschnallen sind offen — erlaubt mir —"
„Du bist ein Thor so gut wie ein Schurke, Varney!"sprach Lcicester, indem er ihn zurückstieß und seinen Dienst ab-lehnte, „es ist gut so — wartet bis Wir Eure Dienste bei Unse-rer Person verlangen, jetzt bedürfen Wir derselben nicht."Mit diesen Worten nahm der Graf auf einmal seinen gebie-terischen Ton wieder an und mit diesem kehrte auch seine Fas-sung zurück, er warf seine Kleider in noch größere Unordnungals vorher, trat dann mit der Haltung eines Herrn und Ge-bieters voran und nahm seinen Weg nach dem Ufer zu.
Die Barke der Königin war eben im Begriffe vom Landezu stoßen. Die Plätze Lcicesters und seines Stallmeisters waren
Kenilworth. II. 6