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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
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Jnspcctor der Thür des Gchcimerathszimmers," verbes-serte Robert Laneham mit Nochdruck die Rede des Grafen.

Nenne Dich, wie Dn willst, Freund," versetzte derGraf;was willst Du denn von mir?"

Nun weiter nichts," antwortete Laneham,als daß Ew-Herrlichkeit jetzt auch, wie früher, mein guter Lord bleibenund mir die Erlaubniß verschaffen wollen, die Sommcrfahrtnach Ew. Herrlichkeit schönem und unvergleichlichem SchlosseKcnilworth mitmachen zu dürfen."

Zn welchem Zweck, guter Herr Laneham?" fragte derGraf;bedenkt, daß ich ohnedies schon sehr viele Gaste be-kommen werde."

Doch nicht so viele," cntgcgncte der Bittsteller,daßEw. Herrlichkeit nicht für einen alten Diener ein Plätzchen undein wenig Nahrung übrig haben sollten; denn bedenkt, My-lord, wie nöthig dieser mein Stab ist, um alle Horcher znentfernen, die mit dem hochpreislichcn Staatsrath Versteckenspielen, und durch Schlüssellöcher und Thürspalten guckenmöchten, so daß mein Stab so nothwendig wird, wie eineFliegenkappe auf der Fleischbank."

Mich dünkt, Ihr habt da einen unpassenden Vergleichfür den edlen Staatsrath aufgestellt, Herr Laneham," sagteder Graf,aber versucht nicht denselben zu rechtfertigen.Kommt nach Kcnilworth, wenn Ihr wollt; es werden außer-dem schon Narren genug da sein, und so seid Ihr am rechtenOrte."

Ja, wenn Narren da sind, Mylord," versetzte Lanehamsehr erfreut,so werde ich gewiß meinen Scherz mit ihnentreiben; denn kein Windhund ist so auf Hasen erpicht, wieich auf einen Narren. Doch ich habe Ew. Herrlichkeit nochein anderes Anliegen vorzutragen."