Druckschrift 
8 (1851) Kenilworth
Entstehung
Seite
76
Einzelbild herunterladen
 

76

an Höflinge gerichtet, deren Namen längst im Strome derVergessenheit untcrgegangen sind; doch befanden sich Einigedarunter, deren Namen in unfern Ohren seltsam klingen,wenn sie in Gemeinschaft mit den Gegenständen des gemei-nen Lebens genannt werden, über welche sie die Dankbarkeitder Nachwelt längst erhoben hat. Hier einige von Lcicestersflüchtig hingcworfenen Reden:

Guten Morgen, Poynings, wie befinden sich Eure Frauund Eure hübsche Tochter? Warum kommen sie nicht an denHof? Adams, mit Eurem Gesuch ist es nichts die Kö-nigin will keine Monopole mehr bewilligen doch vielleichtkann ich Euch auf eine andere Weise dienen- Mein guterAlderman Aylford, die Bittschrift der City wegen Queenhitewerde ich unterstützen, soviel in meinen geringen Kräften steht. Herr Edmund Spencer, was Euer irländisches Gesuch be-trifft, so möchte ich gern helfen, aus Liebe zu den Musen;doch Ihr habt den Großschatzmeister gegen Ench aufgebracht."

Mylord," sagte der Dichter,wäre cs mir nur gestat-tet, Euch auseinanderzufehen"

Kommt in meine Wohnung, Edmund," fiel der Grafein «nicht morgen oder übermorgen, aber bald. Ha,William Shakspeare Du wilder William! hast meinemNeffen, Philipp Sidney, Liebcspnlver gegeben, er kann nichtschlafen, ohne Dein Gedicht Venus und Adonis unter demKopfkissen zu haben. Wir wollen Dich hängen lassen, alsden größten Zauberer in Europa- Höre, Du Erzschelm, ichhabe Deine Sache wegen des Patents und der Bären nichtvergessen."

Der Schauspieler verbeugte sich, der Graf nickte und gingvorüber so würde jenes Zeitalter etwa erzählt haben indem unsrigen könnten wir vielleicht sagen: Der Unsterbliche