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selbst aufdrängten, und wenn es der Staatsrath in seiner Weis-heit für nöthig halte, der Person ihrer unglücklichen Schwesteryon Schottland fortwährend einige Beschränkungen aufzuer-legen, so hoffe sie, mau werde .sie nicht tadeln, wenn sie dieGräfin von Shrewsbury ersuche, sie so milde zu behandeln, alssich nur immer mit der Sicherheit ihrer Person vereinigen lasse.
Nie hatte man Leicester bereitwilliger Platz gemacht, alsda er durch die vollsten Vorsäle des königlichen Palastes eilte,um die Monarchin zu ihrer Barke an den Fluß zu begleiten.Nie erscholl der Ruf der Thürsteher lauter: „Platz, Platz fürden edlen Grafen!" — nie wurde dieser Zuruf rascher undehrerbietiger befolgt — nie waren die Augen ängstlicher aufihn gerichtet, um einen Blick der Gunst, oder auch nur derWiedererkennung zu erhaschen, während manchem demüthigenAnhänger theils aus Verlangen ihm Glück zu wünschen, theilsaus Furcht zudringlich zu erscheinen, das Herz klopfte. Derganze Hof betrachtete den Erfolg dieser Audienz, den man mitso vielen Zweifeln und Besorgnissen erwartet hatte, als einenentscheidenden Triumph Leicesters, und hielt sich versichert, daßdie Planetenbahn der ihn begleitenden Trabanten, wenn auchnicht gänzlich durch seinen Glanz verdunkelt, doch nun in ei-nen entfernteren Kreis zurückweichen müsse. So dachten dieHöflinge vom höchsten bis zum niedrigsten und richteten dar-nach ihr Benehmen ein.
Nie erwiderte dagegen Leicester die allgemeinen Ehrfurchts-bezeugungen mit mehr zuvorkommender und herablassenderHöflichkeit, nie war er je eifriger bemüht (um mit den Wor-ten eines Mannes zu reden, der ihm damals nahe stand)„von allen Volksklassen goldene Meinungen einzusammeln."
Für Jeden hatte der begünstigte Graf eine Verbeugung, einLächeln wenigstens, ja oft ein freundliches Wort bereit, meistens