mals in ihrer Sache Alles aufs Spiel setztet, was die Unter-drückung Euch übrig gelassen hat. — Steht auf, Mylord, undlaßt meine Hand! — Steht auf und seid, was Ihr immerwäret, die Zierde des Hofes und die Stühe des Thrones.Eure Monarchin kann in Len Fall kommen, Euch wegen Eu-rer Fehltritte zu tadeln, doch nie Eure Verdienste zu verken-nen. Und so wahr mir Gott helfe," setzte sie hinzu, indemsie sich an die Versammlung wendete, die mit verschiedenenGefühlen dieser interessanten Scene beiwohnte, — „so wahrmir Gott helfe! bin ich überzeugt, meine Herren, daß nie einHerrscher einen treueren Diener hatte, als ich an diesem ed-len Grafen desihe."
Ein Gemurmel des Beifalls erhob sich unter LeicestcrsPartei, dem die Freunde des Grafen von Suffcx nichts cnt-gegenzusetzen wagten.
Sic standen mit niedergeschlagenen Blicken da, gcdemüthigtdurch den öffentlichen und entschiedenen Triumph ihrer Gegner.Der erste Gebrauch, den Leiccstcr von dem ihm öffentlich wie-der geschenkten Vertrauen machte, war, daß er sich nach denBefehlen der Königin in Betreff des Vergehens seines Stall-meisters erkundigte. „Obgleich der Schelm nichts weiter alsmein Mißfallen verdient," sagte er, „so möchte ich doch eineFürbitte für ihn —"
„In der That," fiel die Königin ein, „Wir hatten dieSache gänzlich vergessen und es war unrecht von Uns gehan-delt, da Wir doch dem Geringsten, wie dem VornehmstenUnserer Untcrthanen Gerechtigkeit widerfahren lassen wollen.— Wir freuen Uns, Mylord, daß Ihr der Erste wäret, derUns wieder an die Sache erinnerte. — Wo ist der AnklägerTressilian? — Laßt ihn vortreten!"
Tressilian erschien mit tiefer geziemender Verbeugung. Es