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8 (1851) Kenilworth
Entstehung
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mit Anstand auf ein Knie niederließ. «Ich wünsche, meinHerz läge offener vor Ench da, als die Zunge eines Dienerses Euch darlegen kann."

Wie, Mylord," sprach die Königin, indem sie ihn freund-lich anblickte, «ist auch kein Winkelchen in Eurem Herzen,über welches Ihr einen Schleier zu ziehen wünscht? Ei, ichsehe, Ihr werdet verwirrt wegen meiner Frage, und EureKönigin weiß, daß sic nicht zu tief in die Beweggründe ihrerDiener bei ihrer getreuen Pflichterfüllung cindringcn möchte, umnicht etwas zu sehen, was ihr mißfallen könnte oder sollte."

Durch diese letzten Worte beruhigt, brach Leicester in einenStrom von Bethcurungcn seiner innigsten und leidenschaftlichstenAnhänglichkeit aus, die vielleicht in diesem Augenblicke nicht ganzverstellt waren. Die gemischten Gemüthsbewegungcn, die ihnanfangs überwältigt hatten, waren jetzt einer Kraft gewichen,vermöge welcher er den Entschluß faßte, seinen Platz in der Gunstder Königin zu behaupten; und noch nie erschien er Elisabeth be-redter, schöner und liebenswürdiger, als während er sie auf sei-nen Knieen bescbwor, ihn all' seiner Macht zu entkleiden undihm nur den Namen ihres Dieners zu lassen.Nehmt demarmen Dndlcy Alles, was ihm Eure Huld verliehen hat," riefer,und laßt ihn den armen Edelmann sein, der er war, eheEure Gnade sich über ihn ergoß; laßt ihm nur seinen Mantelund sein Schwert, aber erlaubt ihm was er nie durch Wortoder That verwirkte der Achtung seiner ««gebeteten könig-lichen Gebieterin würdig zu sein!"

Nun, Dndley," rief Elisabeth, indem sie ihn mit dereinen Hand erhob, während sie ihm die andere zum Handkußhinreichte;Elisabeth hat nicht vergessen, daß, während Ihrals armer Edelmann Eures angestammten Ranges beraubt wä-ret, sie als eine eben so arme Prinzessin lebte, daß Ihr dg-Kenilivorth. II. 5