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seine Augen mit der Hand bedeckte, „die Strahlen der Friih-lingssonne blenden meine schwachen Augen "
„Geht," sagte die Königin, „Ihr seid ein thörichterBursche." — Darauf wendete sie sich rasch von ihm und gingauf Lcicester zu.
Lebhafte Neugierde mit all' den verschiedenen Hoffnungen,Befürchtungen und Leidenschaften vermischt, welche auf Hof-parteicn ihren Einfluß üben, hatten das Andicnzzimmer erfüllt,während die Königin sich mit Varney nnierrcdet hatte, alsgeschehe es durch die Macht eines orientalischen Talismans.Die Männer vermieden jede, auch die leiseste Bewegung undhätten zu athmcn aufgehört, wenn die Natur solch' eine Un-terbrechung der Lebcnsthätigkeit gestattet hätte. Die Atmo-sphäre war ansteckend und Leiccstcr, der nur Gesichter sah,auf denen sich Wünsche für sein Steigen, oder Hoffnungenauf feinen Fall zeigten, vergaß Alles, was ihm vor wenigenAugenblicken die Liebe zu thnn gebot, und sah jetzt weiternichts, als die Gnade oder Ungnade, welche von Elisabeths Winkund Varney's Treue abhing. Rasch sammelte er sich und be-reitete sich in der ihn jetzt erwartenden Scene eine Nolle zuspielen, als er aus den Blicken der Königin schloß, daß Bar-ncy's Mitthcilnng einen günstigen Eindruck auf sic gemacht habe.Elisabeth ließ ihn nicht lange in Zweifel; denn die mehr alshuldvolle Weise, womit sie ihn anredcte, entschied seinenTriumph in den Augen seines Gegners und des versammel-ten Hofes von England. — „Du hast da einen plaudcrhaftenDiener an diesem Varney, Mylord," sagte sie; „es ist einGlück, daß Du ihm nichts anvertranst, was Dir in UnsererMeinung schaden könnte, er würde es nicht verschweigen."
„Es wäre Hochverrath, wenn er vor Ihrer Majestätüberhaupt etwas verschwiege," sagte Leicester, indem er sich