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hatte er sich auf einen Augenblick zu dem Entschlüsse ermannt,hcrvorzutrctcn, dem Hofe, sowie der königlichen Gunst Lebe-wohl zu sagen und seine geheime Vermählung öffentlich zubekennen. Doch ein Blick auf Snssex und der Gedanke andessen trinmphirendcs Lächeln bei Anhörung seines Geständ-nisses, versiegelte ihm die Lippen. „Wenigstens jetzt nicht,"dachte er, „noch in dieser Umgebung soll er solch' einen großenTriumph erleben " Und seine Lippen festzusammenpreffend stander da, hörte aufmerksam auf jedes Wort, welches Varncy sprach,und war entschlossen, das Gcheimniß, wovon seine Hofguustabhängig war, so lange als möglich zu verbergen. Inzwi-schen fuhr die Königin mit Varney's Verhör fort.
„Liebcsverständniß!" fragte sie, indem sie seine letztenWorte wiederholte; „was für ein Licbesverstäudniß, Schurke?und warum fordertest Du nicht die Hand des Mädchens vondem Vater, wenn Du es mit Deiner Liebe ehrlich meintest?"
„Ihre Majestät halten zn Gnaden," sagte Varncy, nochimmer knieend, „ich wagte cs nicht, denn ihr Vater hatte ihreHand einem Edelmann von Geburt und Ehre zugcsagt — ichlasse ihm Gerechtigkeit widerfahren, obgleich er es nicht gutmit mir meint — einem Herrn Edmund Tressilian, den ichhier bemerke."
„So?" versetzte die Königin, „und welches Recht hattetIhr vermöge Eures Liebesvcrständnisses, wie Ihr es zu nen-nen beliebt, die arme Närrin zn bewegen, den Contract ihreswürdigen Vaters zu brechen?"
„Gnädigste Frau," versetzte Varncy, „cs ist vergebens,die Sache der menschlichen Schwachheit vor einer Richterinvcrtheidigcn zu wollen, der dieselbe unbekannt ist, und die derLiebe vor ihr, die sich nie dieser Leidenschaft hingab —" hierhielt er einen Augenblick inne und setzte dann in sehr leisem