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8 (1851) Kenilworth
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sten Dcmuth annahm, und kein Wort zu seiner Entschuldi-gung vvrzubringen wagte.

Er handelte darin sehr klug, denn es war ElisabethsAbsicht ihn zu demllihigen, aber nicht ihm ihre Ungnade zuTheil werden zu lassen, und die Klugheit erforderte, sie ohneWiderrede oder Einwendung dieKraftiiußcrung ihres Ansehensin aller Glorie genießen zu lassen- Der Würde der Königinwar genug geschehen; als Weib begann sie bald die Kränkungzu fühlen, die sie ihrem Günstlinge angcthan hatte. Ihremscharfen Blicke entging die Schadenfreude nicht, die in denMienen der Anhänger deö Grafen von Sussex zu lesen war,und es lag nicht in ihrer Politik, einer Partei einen entschie-den Triumph über die andere zu gönnen.

Was ich zu dem Mylord von Lcicester sagte," sprach sienach einer augenblicklichen Pause,sage ich auch zu Euch,Graf von Süsser. Auch Ihr müßt nothwendig am Hofe vonEngland mit einer eigenen Partei cinherstolziren."

Meine Anhänger, gnädigste Fürstin," erwiderte Sussex,sind allerdings in Irland, in Schottland und gegen jene re-bellischen Grafen im Norden von England einherstolzirt. Ichweiß aber nicht, daß"

Wollt Ihr Blicke und Worte mit mir wechseln, Mylord?"unterbrach ihn die Königin.Ich glaube, Ihr könntet vonMylord von Leicestcr jene Bescheidenheit lernen, wie Ihr schwei-gend Unfern Tadel hinzunehmen habt. Ich sage Euch, My-lord, mein Vater und mein Großvater verwehrten cs ihrerWeisheit nach den Edlen dieses civilisirtcn.Landes, mit sogroßem Gefolge einherzuziehen. Und glaubt Ihr, daß dasScepter, weil ich eine Haube trage, in einen Spinnrocken ver-wandelt sei? Ich sage Euch, kein König in der Christenheitwird weniger dulden, daß durch die Anmaßung einer übermü-